2009, Campus Verlag, ISBN10: 3593388545
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Dieses Buch wurde rezensiert in der Ausgabe: Dokumente 5-6/2009
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Rezension / Compte rendu:
Die gesellschaftliche Kluft
Der Autor, Leiter der Wirtschaftsredaktion der "Süddeutschen Zeitung", plädiert für eine Marktwirtschaft mit einem starken Staat. Für ihn sind die Schuldigen der entfesselten Marktwirtschaft schnell ausgemacht: Friedrich von Hayek und Milton Friedman, sowie Ronald Reagan und Margaret Thatcher, die deren Ideen einer wirtschaftlichen Liberalisierung umgesetzt haben. Dem Autor geht es auch und vor allem um die Gesellschaft, die, so Ulrich Schäfer, nun auseinander drifte; die Kluft zwischen Reich und Arm werde größer. Er zitiert die Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wonach die breite Masse in Deutschland im Jahr 2008 nicht mehr Geld in der Tasche hatte als Anfang der neunziger Jahre, sondern weniger, wenn man die Inflation berücksichtigt. Wer zum reichsten Zehntel gehöre, dessen reales Nettoeinkommen sei dagegen im gleichen Zeitraum gestiegen. Wie fing es an, wie geht es weiter? "Es wird etwas Neues entstehen. Eine andere Marktwirtschaft. Eine sozialere Marktwirtschaft. Das jedenfalls ist zu hoffen", schreibt der Experte.
F. T.



